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Allparteilichkeit im Amt der Bürgermeisterin

6. Dezember 2023

Hallo, Frau Hahn, 


in Ihrem aktuellen Flyer zur Bürgermeister-, Bürgermeisterinwahl inTornesch fällt mir auf, dass Sie unerwähnt lassen, die offizielle Kandidatin der Partei „DIE GRÜNEN“ zu sein. 


Mich interessiert, warum Sie diesen Zusammenhang nicht benennen. 


Viele Grüße Heino Bruhn

10. Dezember 2023

Sehr geehrter Herr Bruhn,


vielen Dank für Ihre Mail, die eine wichtige Frage über mein Verständnis für meine zukünftige Amtsführung anspricht.


Richtig ist, dass ich Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen bin und auch weiterhin bleiben werde. Meinen Parteifreunden bin ich sehr dankbar, dass sie mich einstimmig für das Amt der Bürgermeisterin vorgeschlagen haben. Dieser Vertrauensbeweis bedeutet mir sehr viel.


Die ersten Tagebucheinträge auf meiner Homepage berichten hierüber, wie auch über die Aufgabe meines Mandates in der Ratsversammlung und des Fraktionsvorsitzes.


Als  Ratsfrau in der Tornesch Ratsversammlung  habe ich festgestellt, dass bei vielen der dort behandelten Themen deren Zuordnung in parteipolitischen Dimensionen oftmals gar nicht eindeutig möglich ist.


In aller Regel wird die Erfüllung kommunaler Themen durch konkrete Beschlüsse herbeigeführt, die vor allem unseren Bürgerinnen und Bürgern sowie der Entwicklung unserer Stadt zugute kommen. Die zukunftsfähige Weiterentwicklung unserer Stadt ist „nicht schwarz oder rot, nicht gelb oder grün". Vielmehr dient sie dem Lebenskomfort aller Bürger.


Somit ist die Bewerbung als Bürgermeisterin für mich in zweierlei Hinsicht ein Perspektivenwechsel:


Mit der Rückgabe meines im Ehrenamt ausgeführten Mandats in der Ratsversammlung habe ich unumkehrbar meine neues Ziel ins Auge gefasst, nämlich als hauptamtliche Bürgermeisterin die Stadtverwaltung zu leiten und so zum Wohle der kommunalen Gemeinschaft tätig zu werden.


Als Bürgermeisterin werde ich für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt – gleich welcher politischen Couleur – tätig sein. Richtschnur für mein Handeln im Rathaus werden die Beschlüsse der Ratsversammlung sein, wie auch immer diese sich aus den Mehrheitsverhältnissen ergeben.


Somit strebe ich im Amt der Bürgermeisterin eine allparteiliche Amtsführung an, wie es das Amt erfordert und wie es das Gesetz vorsieht.


Um diesem Selbstverständnis der angestrebten Amtsführung zu genügen, verzichte ich in meiner Wahlkampagne sehr bewusst auf die Verwendung von parteipolitischen Insignien. Denn ich will keine „nur grüne" Bürgermeisterin werden, sondern die Bürgermeisterin aller Bürgerinnen und Bürger für eine starke Zukunft unserer Stadt.


Sollten Sie weitere Fragen haben, so stehe ich Ihnen für einen weiteren Dialog gerne zur Verfügung.


Gerne höre ich wieder von Ihnen.


Herzliche Grüße

Ihre Ann Christin Hahn

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